Forschungsreaktor TRIGA Heidelberg

 

Anlage

 

Name der Anlage:

Forschungsreaktoren Triga HD I und TRIGA HD II

Bundesland:

Baden-Württemberg

Betreiber:

Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ)

Gesellschafter:

90% Bund, 10% Land Baden-Württemberg

Reaktortyp:

Schwimmbadreaktor TRIGA Mark I

Leistung, thermisch:

250 kW

Zweck:

Vor allem nuklear-medizinische Diagnostik

Baubeginn:

Februar 1965

Inbetriebnahme:

26.08.1966

Umbau:

Der TRIGA HD I wurde im temporären Gebäude des Instituts für Nuklearmedizin erbaut. Nach der Abschaltung wurde er auf dem Hauptgelände des Deutschen Krebsforschungszentrums neu aufgebaut, als TRIGA HD II wieder in Betrieb genommen und die Brennelemente des TRIGA HD I weiterverwendet. [1]

Wiederinbetriebnahme:

28.02.1978

Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde:

Ministerium für Wirtschaft Baden-Württemberg (WM)

Kosten:

Baukosten für beide Reaktoren insgesamt ca. 1,5 Mio. € [2]

 

 

Stilllegung

 

TRIGA HD I

  • Abschaltung:

31.03.1977

  • Stilllegungs-genehmigung:

30.06.1980: Demontage von Komponenten, „sicherer Einschluss“ des Reaktortanks und des  biologischen Schildes

  • Rückbau:

Rückbau 2006, Entlassung aus dem Geltungsbereich des Atomgesetzes 13.12.2006, kompletter Abriss mit Freigabe radioaktiver Abfälle bis 2009

TRIGA HD II

  • Abschaltung:

30.11.1999

  • Stillegungs-genehmigung:

13.09.2004 nach §7 Abs. 3 Atomgesetz

  • Rückbau:

Rückbau 2005, Entlassung aus dem Geltungsbereich des Atomgesetzes 13.12.2006. Das Gebäude soll in der Krebsforschung weiterverwendet werden.

Abfälle

 

Brennelemente:

126 Brennstäbe während der gesamten Betriebszeit mit ca. 20% angereichertem Uran

Verbringung der Abfälle:

  1. USA: Die Brennelemente wurden am 01.06.2001 zur dauerhaften Lagerung in die USA verbracht. [3]
  2. Landessammelstelle Baden-Württemberg (Karlsruhe): Radioaktiver Abfall aus der Stilllegung [1]

Quellen

[1] wikipedia.org: Forschungsreaktor TRIGA Heidelberg (abgerufen am 07.03.2017)

[2] Deutscher Bundestag, Antwort auf die kleine Anfrage: "Forschungs- und Versuchsreaktoren in Deutschland", Drucksache 17/2988, 17.09.2010

[3] Bundesamt für Strahlenschutz: "Statusbericht zur Kernenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland 2012" vom Juli 2013