LarA Stade

Foto: Marianne Neugebauer

Anlage

 

Name der Anlage:

LarA - Lager für radioaktive Abfälle Stade

Bundesland

Niedersachsen

Betreiber:

PreussenElektra GmbH 

Gesellschafter:

PreussenElektra GmbH (66,7 %), Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH (33,3 %)

Genehmigung:

Genehmigung für Errichtung und Betrieb im Rahmen der Genehmigung für Stilllegung und Abbau des AKW Stade vom 07.09.2005 nach § 7 StrlSchV für ein Aktivitätsinventar von 1,0 x 1017Bq für max. 4.000 m³: [1]
 

  • Vorkonditionierte und konditionierte Abfälle nach den vorläufigen Annahmebedingungen für Schacht KONRAD bis zu deren Abruf, max. 40 Jahre
  • radioaktive nicht brennbare Abfälle oder Reststoffe in 20-Fuß-Containern zur Pufferlagerung, höchstens über fünf Jahre je Verpackung, längstens bis zur vollständigen Entlassung der Kraftwerksanlage aus der atomrechtlichen Überwachung
  • Rückverbrachte Abfälle aus dem AKW Stade, „die mit anderen vergleichbaren radioaktiven Abfällen in externen Konditionierungsstätten behandelt wurden und dabei eine durch die verfahrenstechnische Behandlung bedingte Querkontamination erfahren haben oder durch kontrolliertes Mischen mit Abfällen aus Leistungs- und Forschungsreaktoren entstanden sind und nach Art und Menge aus dem Kernkraftwerk Stade stammen könnten und somit den im Kernkraftwerk Stade entstandenen äquivalent sind.

Inbetriebnahme:

2007

Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde:

Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Niedersachsen (NMU)

Umgebungs-überwachung:

Niedersächsische Landesbetriebe für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)

Stilllegung

 

Befristung:

40 Jahre nach Inbetriebnahme – Juli 2047. [1]

Abfälle

 

Inventar (Stand 31.12.2014): [2]

Rohabfälle und vorbehandelte Abfälle

  • Feste Abfälle, anorganisch: 259,6 t
  • Feste Abfälle, organisch: 0,5 t
  • Flüssige Abfälle, anorganisch: 0,2 t
  • Mischabfälle: 2,5 t

Konditionierte Abfälle

  • 200-l-Fässer: 632 (171 m³)
  • 280-l-Fässer: 9 (3 m³)

Abfälle in Endlagergebinden

  • Container Typ III: 27 (235 m³)
  • Container Typ IV: 194 (1.390 m³)
  • Container Typ V: 218 (2.376 m³)
  • Gussbehälter Typ II: 326 (424 m³)
Luftführung und Klimatisierung: Es besteht eine gerichtete Luftführung im Lagerungsbereich, Aerosolmessung im Abluftkanal und eine Klimatisierung zur Verhinderung der Taupunktunterschreitung. [3]
Inspektionen: Jährliche Sichtprüfung an Referenzgebinden (1 % von jedem eingelagerten Behältertyp), letzte Inspektion Juli 2015. Bei 10 % der Einlagerungen von extern konditionierten Gebinden ist eine Gutachterbeteiligung vorgesehen. Bisher keine Auffälligkeiten. [3]

Vermischung der Abfälle:

Das Radioaktivitätsinventar einiger Behälter mit Abfällen aus dem Reaktordruckbehälter ist so hoch, dass diese bei einer Einlagerung in Schacht KONRAD mit anderen Abfällen vermischt werden müssen. 2026 soll die Aktivität so weit abgeklungen sein, dass dafür die Abfälle aus Stade für die Vermischung ausreichen und keine zusätzlichen gebraucht werden.

Transporte

 

  • zur Anlage

Extern konditionierte schwach- und mittelradioaktive Abfälle

  • von der Anlage:

Radioaktive Rohabfälle und Zwischenprodukte zur Konditionierung. Die konditionierten Gebinde verbleiben bis zur Ablieferung an ein Bundesendlager am Standort. [3]

  • Gleisanschluss:

Vorhanden

Adressen:

 

Betreiber:

Kernkraftwerk Stade GmbH & Co ohG, Schöne Aussicht 14, 22085 Hamburg

PreussenElektra GmbH, Tresckowstraße 5, 30457 Hannover, Tel.: 0511 / 439-03, Fax: 0511 / 439-2375, www.preussenelektra.de

Behörden:

Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (NMU), Archivstraße 2, 30169 Hannover, Tel.: 0511 / 120-0, poststelle(at)mu.niedersachsen.de, www.umwelt.niedersachsen.de

Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Am Sportplatz 23, 26506 Norden, 04931 / 947-0, pressestelle(at)nlwkn-dir.niedersachsen.de, www.nlwkn.niedersachsen.de

Quellen:

[1] Niedersächsisches Umweltministerium: Genehmigungsbescheid für das Kernkraftwerk Stade (KKS), (Bescheid 1/2005), Stilllegung und Abbau (Stilllegung, Abbau Phase 1, Lager für radioaktive Abfälle), 07.09.2005

[2] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: „Verzeichnis radioaktiver Abfälle – Bestand zum 31. Dezember 2017 und Prognose“, August 2018

[3] Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz:“Fragen zur Umsetzung der ESK-Leitlinien für die Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung – Anlage: Übersicht der Lagerstandorte für radioaktive Abfälle in Niedersachsen (Stand 30.01.2015)“