Zwischenlager

Hintergrund

In 38 Lagerstätten (Nass- und Trockenlager) in Deutschland lagern hoch radioaktive Abfallstoffe. Am 19.6.2013 entzog das OVG Schleswig dem Standort-Zwischenlager Brunsbüttel die Genehmigung. Anstatt Konsequenzen zu ziehen, kamen Bund und Länder überein, dass es keine Sicherheitsdefizite gäbe. Das Land Schleswig-Holstein ordnete nicht nur die weitere Lagerung der bisher im SZL Brunsbüttel befindlichen neun Castoren an sondern will sogar die Einlagerung weiterer Castoren erlauben. Viele Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle in Deutschland weisen noch geringere Sicherheitsstandards als das SZL Brunsbüttel auf.

Die Genehmigung für die Trockenlager laufen alle weit vor einer möglichen Inbetriebnahme eines tiefengeologischen Lagers aus. Offen ist die Frage, was dann mit den ca. 1.900 Castoren passieren soll.

Nach neunjährigem Rechtsstreit entzog das Oberverwaltungsgericht (OVG) Schleswig dem Standortzwischenlager Brunsbüttel am 19.06.2013 wegen erheblicher Ermittlungs- und Bewertungsdefizite die Genehmigung. Anstatt Konsequenzen zu ziehen kamen Bund und Länder überein, dass es keine Sicherheitsdefizite gäbe. Das Land Schleswig-Holstein ordnete nicht nur die weitere Lagerung der bisher im SZL Brunsbüttel befindlichen neun Castoren an sondern will sogar die Einlagerung weiterer bestrahlter Brennelemente erlauben.

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Beitrag von: Dirk Seifert, umweltfairaendern.de, aus: "Atommüll - Eine Bestandsaufnahme für die Bundesrepublik Deutschland", September 2013

Die Richter am Oberverwaltungsgericht Schleswig brachten es auf ihre Weise auf einen Punkt: Dass immer mehr sicherheitsrelevante Fragen und Maßnahmen beim Betrieb von Atomanlagen aller Art unter Geheimhaltung gestellt werden, führe das Gericht in ein Dilemma.

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Anfangs als Zwischenschritt zur Wiederaufarbeitung der abgebrannten Brennelemente geplant, ist die langfristige Zwischenlagerung bestrahlter Brennelemente und hoch radioaktiver Abfälle in oberirdischen Castor-Lagern zum zentralen Baustein des Umgangs mit solchen Abfällen geworden. Neben den zentralen Zwischenlagern in Ahaus, Gorleben und Greifswald/Lubmin sind zwölf Lager an AKW-Standorten in Betrieb.

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